Archiv - Ablage bedeutender Ereignisse

 

Wanderung an den Raps

Jedes Jahr im zeitigen Frühjahr zieht es einige Imkerkollegen aus unserem Verein in die Rapsblüte.
Die Bienenvölker werden bereits im April verladen und dann in die Felder bei Bornheim, Nähe Bonn oder in die Gegend um Soest gebracht. Hier laden die leuchtend gelben Felder zur Massentracht von hellem Rapshonig ein.
Selbstverständlich ist hierbei, das vor der Wanderung ein vom hiesigen Veterinäramt ausgestelltes Gesundheitszeugnis für die Bienenvölker dem am Wanderort zuständigen Veterinäramt vorgelegt wird. Falls erforderlich, ist der dortige Imkerverein oder der zuständige Wanderwart über das Verbringen und die Anzahl der platzierten Bienenvölker zu informieren.

 

Je nach Wetterlage kann dann schon Mitte Mai der erste helle Rapshonig geschleudert werden.
Hier gilt es den richtigen Zeitpunkt zu treffen. Zum Einen muss der Honig reif sein, dh. der Wassergehalt darf 18% nicht überschreiten zum Anderen besteht aber je nach Witterung hier sehr schnell die Gefahr, das der Rapshonig bereits in den Zellen auskristallisiert und dann beim Schleudern nicht mehr aus den Waben läuft. 

Gold und Silber für Wiehler Imkerinnen
Tolle Erfolge bei der NRW-Honigprämierung


Gabriele Grümer (l.) und Christina Wölk sicherten sich die ersten Plätze bei der Honigprämierung. 

Foto: Sommer

us. Wiehl. Bei der Honigprämierung des Imkerverbandes Rheinland in der Auweiler Fachschule für Gartentechnik holten Gabriele Grümer und Christina Wölk, beide Mitglieder des Imkervereines Wiehl, Gold und Silbermedaillen.
Ihre exzellenten Naturprodukte setzten sich gegen eine Konkurrenz von über 100 Mitbewerbern durch und tragen jetzt das Qualitätssiegel des Landesverbandes.
Für die erst 14-jährige Christina eine ganz besondere Leistung, denn erst vor wenigen Monaten legte sie die Fachkundeprüfung ab, die Voraussetzung für die Mitgliedschaft im Verein ist und zur Teilnahme an der Prämierung berechtigt. Die Neigung für ihr Hobby liegt gewissermaßen in der Familie begründet, war Urgroßvater Herbert doch Imkermeister, Großvater Norbert Freizeitimker und Christinas Vater Martin ist Vorsitzender des Wiehler Imkervereins. Ihr elfjähriger Bruder Richard hat auch gerade den "Honiglehrgang" absolviert.
Nachdem ihre drei Kinder erwachsen und aus dem Haus waren, erfüllte sich die 54-jährige Gabriele Grümer vor sechs Jahren ihren "Bienentraum" und nennt mittlerweile neun Völker ihr Eigen.
Doch bekanntlich gibt es ohne Fleiß keinen Preis und vor dem Erfolg stand jede Menge akribischer Arbeit. So wurde die süße Ernte zunächst aus den Waben geschleudert und mehrmals gesiebt.
In große Eimer abgefüllt, musste die Masse abgeschäumt werden, um Schwebteile wie große Pollen und kleine Wachsstückchen zu entfernen. Damit die Zuckerkristalle während des Auskristallisierens nicht zu groß werden und der Honig streichfähig bleibt, wurde er danach mehrmals gerührt, bevor er die optimale Konsistenz erreichte.
Danach schickten die beiden Bienenliebhaberinnen jeweils vier 500-Gramm-Gläser, die mit nummerierten Kontrolletiketten anonymisiert waren, an den Imkerverband Rheinland, der zunächst die Kennzeichnung, Aufmachung und das exakte Gewicht des Produktes begutachtete.
Dann wurden Geruch, Geschmack, Konsistenz, Sauberkeit, Wassergehalt und Farbe kontrolliert, bevor es zur weiteren Untersuchung an ein Prüflabor weitergeleitet wurde.
Dort erfolgten eine chemisch-physikalische sowie eine mikroskopische Analyse, die genauen Aufschluss über die beinhalteten Pollen und solchermaßen unerlässliche Informationen für Allergiker liefert, nebenbei sogar Rückschlüsse auf den Standort der Bienenstöcke zulässt.
Die Wiehler "Honigmacherinnen" schnitten in allen Kategorien bestens ab und sicherten sich so Qualitätssiegel, Medaillen und Urkunden. Nebenbei belegten alle Wiehler Imker in der Vereinswertung den fünften Platz in der Landeswertung und wurden mit dem Bildband "Das große Buch der Bienen" geehrt.
"Die wertvollen Inhaltsstoffe des Naturproduktes bleiben aber nur bei Temperaturen unter 40 Grad Celsius erhalten", raten die Bienenprofis unbedingt dazu, Getränke vor dem Süßen etwas abkühlen zu lassen.
Quelle Text: Ute Sommer, Anzeigen-Echo

 

Mitgliederentwicklung

Der Imkerverband Rheinland kann sich 2008 über einen Mitgliederzuwachs von 30 auf 5340 Mitgliedern freuen und es werden noch Nachmeldungen erwartet.

Ein besonders erfreulicher Trend ist, dass im Jahr der Imkerin auch viele weibliche Mitglieder gewonnen werden konnten. So stieg die Zahl der Imkerinnen von 414 auf 462. Damit sind jetzt 8,6 % aller Mitglieder weiblich.

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Das Jahr des Imkers

Das Bienenjahr beginnt nicht am 1. Januar sondern nach der Sommersonnenwende und hat seinen Höhepunkt im Frühjahr bzw. im Frühsommer. Das Bienenjahr beginnt im Monat Juli mit der Aufzucht der ersten Winterbienen.

Nach der letzten Honigernte und Einfütterung im August beginnt nach der Varroabehandlung erst einmal eine etwas ruhigere Zeit in der Imkerei. Es werden die Wabenvorräte aussortiert, Arbeitsgeräte, Futtergefäße, Beuten und freie Zargen gründlich gereinigt.    

Ab Mitte Oktober kehrt die Winterruhe auf dem Bienenstand ein. Nun sollte man die Bienenvölker möglichst in Ruhe lassen und kann zur Weihnachtszeit z.B. Wachskerzen gießen. Während des Winters werden dann neue Rähmchen gedrahtet, Mittelwände eingelötet und alle notwendigen Arbeitsgeräte für das neue Bienenjahr einsatzbereit gemacht.

Ab Februar beginnen die Reinigungsflüge der Bienen. Nun werden regelmäßige Kontrollgänge zum Bienenstand und Fluglochbeobachtungen durchgeführt. Die Völker werden kurz kontrolliert (Futterkontrolle) und schwache Bienenvölker werden evtl. aufgelöst. Zwischen Mitte und Ende April können dann meist die ersten Mittelwände in die Völker gehängt und evtl. ein erster kleiner Honigraum aufgesetzt werden.

Ab Mai geht die Arbeit dann richtig los. Die Bienen vermehren sich sehr schnell, so dass der Imker immer wieder durch Einhängen neuer Mittelwände und Ausbau des Honigraumes Platz schaffen muss. Bereits jetzt beginnt mit dem Ausschneiden der Drohnenbrut die Bekämpfung der Varroa-Milbe. Und der aufkommende Schwarmtrieb macht eine Kontrolle der Völker alle 9 Tage notwendig. Gleichzeitig kann auch mit der Königinnenzucht begonnen und es können Ableger erstellt werden. Ende Mai steht dann vielleicht schon die erste Honigernte an.rotz dieser positiven Ent

Es wird ein freistehendes Bienenhaus (ca. 3 m x 6 m, mit durch eine Schiebetür abgetrenntem Arbeitsraum) inklusive allem Zubehör (Komplette Imkerei) für 3.500,00 Euro zum Verkauf angeboten.

Evtl. kann die Imkerei Vorort weiterbenutzt werden - 4 km von Stadtmitte 51702 Bergneustadt entfernt, schöne südliche Hanglage, oberhalb eines Apfelhofs gelegen, - erreichbar über einen nur 15 Meter entfernten Wirtschaftsweg.

 

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Bienenhaus + div. Zubehör in Bergneustadt von Harald Hoyer

Unter Anderem sind enthalten:

  • Entdeckelungsgeschirr aus Edelstahl;
  • elektrische Schleuder aus Edelstahl,
  • Honigbottich aus Edelstahl,
  • ca. 200 Gläser,
  • etliche Rähmchen und Beuten,
  • Reinigungsbottich (auch für ganze Beuten),
  • verschließbarer zweitüriger Schrank,
  • und viele weitere unentbehrliche Geräte und Werkzeuge, die der engagierte Imker benutzt.

Besichtigung möglich - bitte setzen Sie sich für eine Terminabsprache mit Harald Hoyer 015140326306 in Verbindung oder per eMail helmu

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